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Zurück in Deutschland

Auf gehts, zurück nach Deutschland.

Antares erneut im Sog der Weiten der See!
Diesmal soll es die nördliche sein.

Nächste Meldung aus Europa. Mit neuer Gastlandsflagge.

Segelschule Hering, Inh. Uwe Schubert Segeltörns und Segelreisen

Hollands Küste

So weit weit ist das Meer,
der Wind treibt uns vor sich her…
…Drum lehn dich zurück,
wer loslassen kann,
kommt irgendwann an!

Ankunft in Europa

Antares bei den Friesen!

Mehrere Nacht- und Tagwachen bis zum Einlaufen auf dem gelobten Kontinent.

Nachdem es im internationalen Finanzzentrum nicht möglich war, solch irdische Güter wie Diesel zu erwerben, gabs in Holland erstmal Tankfest.

Eine Befreiung vom Limybrot war unsere Eigenkreation, um die Wachdienste zu versüßen.

Der Wind zurückhaltend, gar richtungsunsicher. Sodaß es teilweise ein Volvo (Penta) Ocean Race wurde.

Heute wird deutsche Küste am Kompaß angelegt.
Es weht der Wind von Norden…
Er fegt uns von der Leiter…
Was soll nun werden, es muß doch weitergehen

Antares bei den Germanen!

Erster Kontakt mit Deutschland nach einem Jahr.

Nach glorreicher Überfahrt Ankunft in Deutschland an den Elbgestaden. Vertraute Silben aus der Funkmuschel, norddeutscher Hafenmeistercharme und das Feuerschiff Elbe 1 –

Mir san in Cuxhafen.

Wind, Welle und Strom behandelten uns ausnehmend gut. Selten unter 8 Knoten geheizt.
Auch der üppige Berufsverkehr hier in der Anfahrt machte uns während der Nachtwachen keine Sorgen.
Hamburg voraus.
Mein Bonnie ist übern Ozean, über der See, oh bring mein Bonnie zrück zu mir…

Antares vor Elbphilharmonie!

Hamburger Elbphilharmonie voraus.

Nach Frühstart ging es den Vater aller Ströme hinauf, der seine schlammigen Fluten hinabwälzt in die Nordsee.
Der Tag verging nicht nicht ganz segellos, war jedoch von den 54 Rössern dominiert, die im Rumpf der Antares schlummern.

Letztes Etappenstück richtung Hamburg.

Vorbei ging unser Ritt an den Favelas von Blankenese, bis er uns in die große Hansestadt daselbst führte.
Eine mit Erlebnissen reich gesegnete Mannschaft übergibt an neue Segel- und Abenteuerhungrige.
Oh Susanna, das ist schon lange her,
drum wein‘ dir nicht die Augen aus,
wenn ich nicht wiederkehr…

 

London

Antares beim America’s Cup auf dem Weg nach London.
Nach Reload Abmarsch zur seglerischsten Stadt aller: Cowes. Wo im 19. Jahrhundert jenes Rennen aufgelegt wurde. Wir ahmen den Kurs des siegreichen Schoners „America“ nach. Abgesehen davon, daß wir die Insel Wight entgegengesetzt und unverfolgt umfahren

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Insel Wight

und uns einen Zwischenhalt im riesigen Naturhafen Poole Harbour erlauben, in Absprache mit der Rennleitung. Am Nachmittag werden die Needles passiert.
Der Wind mehr als gnädig. Einziges Hindernis zum Paradies bildete die Kettenfähre am Einlaß in die Naturbucht. Man gewährt jener Passage und will auch nicht in die gespannte Kette rauschen. Mußten erst einen Scheinangriff vortragen, bis wir mit sämtlichen Truppen in die Bucht einsickern konnten und Landeoperation durchführen. Dass ablaufendes Wasser ordentlich entgegenkam, störte uns kaum, da der Windmotor auf Hochtouren lief.
Auf Landgang dann empfingen uns seltsame rote Zylinder, in welche die Briten geheime Botschaften versenken,

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Briefkästen

sowie charakteristische schwarze Mauern mit schwarz weißen Schilder.

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Straßenschilder

Die vergangenen Tagen waren gezeichnet von ortstypischen Barren vor der Hafeneinfahrt. Wir rechnen und zeichnen Kurven, um das enge Einfahrzeitfenster zu meystern.

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Jeden Tag anders

Ein Boot hinter uns verläßt sich auf Gefühl und nicht vorhandene elektronische Pegelanzeige – und wird Gefangener des Schlicksals.

Auf solcherley Pfaden gelangen wir in ein äußerst malerischen Plätzchen – Bembridge – wo die Uhr um 10 Jahre zurückgestellt scheint, man mit Handschlag begrüßt wird und überhaupt eine sehr herzliche Atmosphäre herrscht.

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Wie in der Südsee

Und die Hälfte der Boote im Schlammbett stehen.

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Ein Fisch auf dem trockenen

Hiernach haben wir mal Lust auf Übernachtung nur an Festmachertonne. Ohne Landstrom und Schnickschnack. Alles Menschliche mit dem Beiboot regeln.

Heute nun trug uns der Wind, der launische, in den majestätischen Badeort Brighton. Von hier erstmal nur die Nachtausgabe.

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Brighton bei Nacht

Morgen Landgang und Vollsaugen mit Impressionen.

Nach dem mondänenen Brighton, das uns recht maharadschanisch vorkam, spulte sich die südenglische Kreidekante vor uns ab.

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Englische Kreide

Davor machte unser blauer Spinnaker mit roter Courtesy-Flag ein recht gutes Bild.

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Großbritannien auf blauem Grund

Mit Affenkazaki nach Dover rein, mit der üblichen Funkfreigabe im Megahertzbereich. Von den 3 Hafenbecken wählten wir jenes mit der längeren Öffnungszeit, um immer schön geschmeidig zu bleiben.

Aber auch Dover mit seinem Kastell, Strand und Fährhafen konnte uns Seemannsseelen nicht lange an sich binden, sodass wir des Mittags Segel heißten und Kurs Ramsgate anlegten. Welches königlichen Status besitzt, wie wir erfuhren. So langsam kommen wir in den Bannkreis Londons. Wasservorräte aufgestockt, da wir noch eine Nacht an der Boje erwarten.

Antares im Herzen des Königinnenreichs, in London!
Nach Übernachtung in den Stromschnellen des Londoner Zubringerflusses diesen stromauf bezwungen.
Um weiter vorzudringen mußten wir eine Wasserhürde überwinden, die etwas kosmisch anmutete. Ab hier erste Hochhäuser, die den Weg zu den Bankomaten des Finanzzentrums wiesen.

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Was ist London doch für eine schöne Stadt

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Sodann Überquerung der Erdnullinie!

Vorbei an den wohlbekannten Wharfs wie Canary,

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West Indies Dock

bis zu einer schön anzusehenden Klappbrücke, an der’s nicht mehr weiterging.

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Die Tower Bridge

Just hier jedoch eine der schnuckeligsten Marinas befand. Mit Schleusenzufahrt und Drehbrücke – das volle Programm. Antares standesgemäß im Zentralbecken. Vor klassischem Hintergrund.

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Antares mitten in London

Die bisherige Mannschaft steigt nach erlebnis – und gezeitenreichen Tagen hier ab. Antares und Skipper sagen tschüss.