Ostsee 2

Eingezwängt zwischen Hoch und Tief hat uns ein Nordwestlicher Luftstrom auf der Ostsee rasch in die angepeilte Bucht auf Mönchgut geführt.
Antares ist dieswöchig auf völlig neuer Mission unterwegs: Skippertraining!
Hier kommt es weniger auf geschaffte Strecken an, als vielmehr Manöver, Tricks und Kniffe bei Hafenmanövern, Grundeisen werfen, verschiedene Segel aufziehen sowie Radarbestrahlung.
So ordnet sich auch unser Hakenabenteuer ein.

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Zum Mooringboje fischen wird der Haken aus der Backskiste geholt.

Womit der Hafen Gager exotischerweise anlegermäßig ausgestattet ist.

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Zudem herrscht hier strengstes Anfassverbot!

Wir lagen mal vor Madagaskar, und hatten so einiges an Bord…

Antares ganz mondän…
…und standesgemäß im noblen Hafen Seedorf.

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Wie gewöhnlich kennt das bordeigene Luftdruckmessgerät auf seinem Weg nach unten kein Halten. In der Nacht wirds auf der Ostsee Saures geben. Da sind wir jedoch schon sauber an der Leine. Die Grillplätze sind hier praktischerweise überdacht, sodaß die Entrecôtes trockenbleiben.

Heute dann stürmische Überfahrt ins nahebeigelegene Lauterbach zum Empfang höchster Skipperschülerweihen. Reff in Stufe III reingebastelt, damit uns die Schoten beim Bojenbergen nicht die Ohren weghaun.
Endlich Sieg über die Elemente und Ausklang im klassizistischen Schwitzbade.
Oh bring back my Bonny to me!

Antares erreicht Heimatplaneten!
Nach einer Woche anspruchsvollstem Skippertraining und ebensolchem Wetter nebst Niederschlag erreichte Antares gestern unsere mittlerweile zwote Heimstatt Greifswald. Dessen Zufahrt uns schilfbekränzt daherkam.

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Hier schlug sich unser tapferes Boot den Bauch mit Kraftstoff voll und verabschiedete die alte Mannschaft.
Morgen brechen wir mit frischen Kräften ins benachbarte System der Wikinger auf.
Die Winde stehen günstig für dies Vorhaben.
Ho, unser Maat hat schief geladen…

Antares bei den Trekronors!
In 2 Etappen bezwangen wir die Ostsee, die uns vom benachbarten Wikingersystem trennt und sich heute gar sehr aufgepeitscht zeigte.

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Dabei magenmäßig nicht spurlos an der Mannschaft vorbeiganga. Segeltechnisch reichte bei Wind und Direktion das Vordertuch völlig.

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Nun also bei den wilden Nordvölkern, zunächst das blaugelbe Team. Morgen wird dann rotweiß gespielt und Flagge gezeigt.
Wie blau ist das Meer, wie groß kann der Himmel sein!

Im Epizentrum des Sturmes…
liegt die Antares sicher angeleint im heutigen Etappenziel.

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Noch im Lande der Königin Margerete.

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Kopenhagens kleine Meerjungfrau.

Nach gestrigem Bummel in der Heimstatt der Lille Meerjomfru schoben wir heut unsere Position gen Süden vor, um einen guten Absprunghafen in die Heimatgewässer zu gewinnen. Das wollte der Wind nicht so einfach gelten lassen und zum ersten Mal diese Woche zeigte er sich kapriziös, unsere Fahrt also nicht mehr von achtern beflügelnd.
Zudem auch angesagt auf Sturmstärke anschwellen sollend zum Abend.
Daher war heute Start in aller Herrgottsfrühe, um rechtzeitig vor dem Unwetter die Verlegearbeiten abgeschlossen zu haben. Das Antaresbarometer rotierte währenddessen unaufhaltsam nach unten.
Nun also rechtzeitig unter Obhut geschafft und die Elemente über sich hinwegfegen lassen.
Wenn der Szturmwind sein Lied singt dann winkt uns…

Rund Rügen

Antares trotzt den Schauerböen und macht sich auf, einmal rund Rügen.
Unter neuem Kommando mit neuer Mannschaft bezwingen wir die kommenden Wochen das baltische Meer.
Unsere Lady zeigt sich ebenfalls in neuem Gewande, nun mit Eingriffen…

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…an der Antispritzhaube.

Nach der Pflicht am Sonntag, während der wir mehrere Vollkreise unter Segeln hinzauberten, schritten wir zur Kür den mächtigen Peenestrom hinauf. Zu jenem verwunschenen Orte, wo die Baby-Unterseeboote noch Huckepack getragen werden.

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U-Boot mit Baby bereit zum Tauchgang.

Heute dann die wirkliche Aufgabe, den Schutz der Boddengewässer aufzugeben und uns in die Östliche See hineinzustürzen.
Vorsichtshalber zeigen wir nur zwiefach gerefftes Tuch. Die nunmehr liebgewonnene Begleiterscheinung dieses Sommers: Schauer- und Gewitterböen, läßt uns dennoch beachtliche Fahrt aufnehmen. Allein die Wellen vermögen unseren FLOW zu dämpfen. In der Abendsonne ziehen die Kreideklippen vorüber.

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Fest im beschaulichen Lohme.

Wenn der Sturmwind sein Lied singt, dann winkt mir…

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Gefesselt am Pfahle…

verbringt die Antares den wärmsten Tag seit langem auf der Insel aller Inseln – Hiddensee.
Dafür unterbrechen wir sogar unser umfangreiches Lernpensum. 3 Tage vorm Examen drehte sich alles um dieses aufgeblasene bekränzte Etwas, hier im Bilde festgehalten.

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Gerda

Es galt, nach seiner Wasserung eine Rettungschoreografie zu fahren.
Am Tage zuvor Niederkunft im beschaulichen Kreidehafen Wiek, ein äußerst seltener Dorfname hie‘ anne Küste.
Zusammenfassend endlich mal einer des August würdigen Tag, an dem es windet und sonnt. Im Hafenbecken dann auch planschende Kinder – das perfekte Sommeridyll.Segelschule Hering, Inh. Uwe Schubert Segelreisen und Segeltörns
Vollmatrrrouse ohe!

Wir schlossen den Kreis um Rügen und waren auf einem Teilstück gezwungen, wegen widriger Winde den Motorkegel zu zeigen.

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Antares zieht den Kegel!

So bahnten wir uns durch den schmalen Durchgang zwischen den Inseln, der nicht immer frei von Seegras war.

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Da hängt wohl was fest.

Dann endlich erfolgte Besinnung der Windgötter und der Diesel wurde nur noch für Nebenaufgaben eingesetzt.
Letzte beiden Stationen unseres Törns waren die beiden Perlen der Hanse Stralsund und Greifswald. Wobei uns in ersterer das Prüfungskollegium beehrte. In den folgenden simulierten Rettungsaktionen spielte der Haken eine wichtige Rolle.

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Ohne Bootshafen läuft hier nichts.

Schlussakkord mit Passage einer Reihe von Brücken, die sich wie von Zauberhand vor uns auftaten.
Nun Verschnaufen der Antares mit Verabschiedung der bisherigen Mannschaft und in Erwartung der neuen.

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Greifswald

Seemannsbraut ist die See!

Rund Bornholm

Nach einer kurzen Erholungsphase in Greifswald startet unsere SY Antares mit der neuen Herausforderung: Urlaubstörn „Rund Bornholm“.

Das Einsegeln mit meiner hochmotivierten Frauencrew begann auf dem Greifswalder Bodden regnerisch.
Tagsdrauf folgte der lange Schlag von Kröslin nach Nexø. Die Strecke von weit mehr als 80 sm meisterten die Damen in knapp 11 Stunden bei 5-6 Bft, in Böen 7-8 Bft raumschots mit teilweise 10 kn Speed.

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Höllenritt von Usedom nach Bornholm.

Heute haben wir unser Traumziel, die Erbseninseln Christiansø und Frederiksø bei sonnigem Wetter und sommerlichen Temperaturen erreicht.

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Die Erbseninseln

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Frederiksø

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Christiansø

…nachdem die vielen Tagesausflügler die Erbseninseln wieder verließen kehrte endlich Ruhe ein. Wir genossen dieses wunderbare Eiland in vollen Zügen, sahen die Sonne am Horizont untergehen und ließen es uns richtig gut gehen…
Denn wir wussten, morgen heißt es wieder Abschied nehmen und die Wetteraussichten waren auch nicht so prickelnd.
So segelten wir mit den ersten Winddrehern aus nördlichen Richtungen schmetterlings Richtung Rønne, Zielhafen Nørrekås.

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Die Antares macht sich als Schmetterling nicht schlecht.

In der Zwischenzeit rappelte sich der Wind auf stolze 6 Bft hoch. Zum Glück waren wir schon in der Abdeckung.
Im Hafen angekommen hatten wir Glück, der letzte Kopfsteg war noch frei. Denn alle großen Boxen waren schon belegt.

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…eingeweht im Yachthafen von Nørrekås/Rønne.

Endlich fest, glücklich über diesen Zustand! Denn langsam wehte es sich so richtig ein, die Sonne wurde immer mehr von den heran nahenden Wolkenteppichen verdrängt.
Spannung macht sich breit…
Was wird uns morgen auf der Überfahrt nach Rügen erwarten?!

…der Wecker klingelt 04:00 Uhr. Kaffee machen, dringend…sehr wichtig. Bereit machen für die Überfahrt von Rønne/Bornholm nach Lauterbach/Rügen.

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Reffs einbinden.

6 Bft, grau in grau und verminderte Sicht sind laut Wetterbericht vorgegeben. Und genau so kam es.

Je näher wir Rügen kamen, desto weniger konnte man in die Ferne schauen.
Westlich vom VTG Adlergrund passierten wir achterlich dem Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 6“ recht nahe…aber kontrolliert!
Die Stimmung an Bord wuchs als man endlich im Greifswalder Bodden war.
Bis Lauterbach hat es nicht einmal geregnet!

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Grau in Grau und Nass in Nass, Hafeneinfahrt von Lauterbach.

Desto nasser präsentierte sich unser letzter Tag nach Greifswald.
Der Himmel weinte, weil ein sehr erlebnisreicher Segeltörn sich dem Ende näherte.

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Zum Abschied, Portrait der Powerfrauencrew.

Fakten: 225,40 sm unter Segel / 31,90 sm mit der Eisernen Genua!

Ostsee

Antares in Ostsee vorgestoßen!
Verließen Hamburg zu unchristlicher Morgenstunde, wobei uns zahlreiche Nachtschwärmer an den Elbstränden und Fischmarkt auffielen.

Die mächtige Elbe spülte uns in Flußeile bis zu den Schleusentoren des Verbindungsganges zur Ostsee. Atominfrastruktur säumt bis dahin unsren Weg. Stade, Brokdorf , Brunsbüttel. Alles schonmal gehört. An der Schleuseneinfahrt liefen
alle Eile und Vorbereitung ins Leere, man ließ uns gefühlte Ewigkeit in der Wartezone gegen die Elemente ankämpfen.

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Schleusen

Endlich ließ uns der Doorman rein und eine sommerliche Kanallandschaft breitete sich vor uns aus.
Landfall im schnuckeligen Rendsburg, zwangsläufig, da Nachtfahrverbott für uns.
Aussschleusen heute verlief wieder unter Vernichtung wertvoller Lebenszeit. Zumindest konnten wir die Antares diesmal solange festmachen.
Dann historische Einfahrt in das Östliche Meer, das uns nun für die nächsten Monate umplätschern wird.

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Nun verdiente Ruhe in beschaulichem Häfchen auf Fehmarn.

Wir sind die Männer aus Piräus,
wir lieben den Hafen,
die Schieffe und das Meer…

Antares-Mannschaft zu den Klosterbrüdern übergetreten!
Spannende Überfahrt von Warnemünde zur Insel Hiddensee, die mensch- und materialmäßig alles abverlangte. Wir boten den Elementen trotzig die Stirn. Wobey wir die Segelfläche kontinuierlich verkleinerten. Unter Zunahme der Antaresgeschwindigkeit…Dies alles ging nicht ohne Tributleistung an den Meeresbeherrscher ab.
Auf Hiddensee Festgemache im lieblichsten Ort des Eiländles –

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Kloster.

Belohnung am Klosterstrand und bei Fleisch auf den heißen Eisen.

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Entspannung am Klosterstrand,

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mit Blick auf die See.

Ja wenn das Schifferklavier an Bord ertönt,
ja dann sind die Matrosen so still ja so still…

Antares im Headquarter angedockt!
Vertraute Himmelslinie mit den Greifswalder Kirchen am Horizont.

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Danach Klappbrücke

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und noch den schilfbekränzten Ryck hinauf.

Antares entspannt von der erlebnisreichen Rückführung von den Kanaren, die diesen April startete.
Mannschaft und Schiffsführer steigen ab.
Dem Morgenrot entgegen!

Zurück in Deutschland

Auf gehts, zurück nach Deutschland.

Antares erneut im Sog der Weiten der See!
Diesmal soll es die nördliche sein.

Nächste Meldung aus Europa. Mit neuer Gastlandsflagge.

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Hollands Küste

So weit weit ist das Meer,
der Wind treibt uns vor sich her…
…Drum lehn dich zurück,
wer loslassen kann,
kommt irgendwann an!

Ankunft in Europa

Antares bei den Friesen!

Mehrere Nacht- und Tagwachen bis zum Einlaufen auf dem gelobten Kontinent.

Nachdem es im internationalen Finanzzentrum nicht möglich war, solch irdische Güter wie Diesel zu erwerben, gabs in Holland erstmal Tankfest.

Eine Befreiung vom Limybrot war unsere Eigenkreation, um die Wachdienste zu versüßen.

Der Wind zurückhaltend, gar richtungsunsicher. Sodaß es teilweise ein Volvo (Penta) Ocean Race wurde.

Heute wird deutsche Küste am Kompaß angelegt.
Es weht der Wind von Norden…
Er fegt uns von der Leiter…
Was soll nun werden, es muß doch weitergehen

Antares bei den Germanen!

Erster Kontakt mit Deutschland nach einem Jahr.

Nach glorreicher Überfahrt Ankunft in Deutschland an den Elbgestaden. Vertraute Silben aus der Funkmuschel, norddeutscher Hafenmeistercharme und das Feuerschiff Elbe 1 –

Mir san in Cuxhafen.

Wind, Welle und Strom behandelten uns ausnehmend gut. Selten unter 8 Knoten geheizt.
Auch der üppige Berufsverkehr hier in der Anfahrt machte uns während der Nachtwachen keine Sorgen.
Hamburg voraus.
Mein Bonnie ist übern Ozean, über der See, oh bring mein Bonnie zrück zu mir…

Antares vor Elbphilharmonie!

Hamburger Elbphilharmonie voraus.

Nach Frühstart ging es den Vater aller Ströme hinauf, der seine schlammigen Fluten hinabwälzt in die Nordsee.
Der Tag verging nicht nicht ganz segellos, war jedoch von den 54 Rössern dominiert, die im Rumpf der Antares schlummern.

Letztes Etappenstück richtung Hamburg.

Vorbei ging unser Ritt an den Favelas von Blankenese, bis er uns in die große Hansestadt daselbst führte.
Eine mit Erlebnissen reich gesegnete Mannschaft übergibt an neue Segel- und Abenteuerhungrige.
Oh Susanna, das ist schon lange her,
drum wein‘ dir nicht die Augen aus,
wenn ich nicht wiederkehr…