Rund Lanzarote 2

Die Antares strebt neuen Abenteuern entgegen. Mit frisch eingewechselter Mannschaft.
Die hat heute auf nördlichem Kurs das Boot schon mal auf 9 Knötchen hochgepeitscht.
Zur Aufstockung der Nahrungsvorräte Kontakt zu Insulanern aufgenommen und Leckerbissen eingehandelt.

Segelschule Hering, Inh. Uwe Schubert, Segeltörns und Segelreisen

Hafen bereits voll eingekleidet in Festtagserwartung

Unter uns Meer und über uns Mond und Sterne…

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Schön, wie die Sonne langsam im Meer versinkt

Aus dem Radio iberische Klänge, wir in Erwartung eines Pantrygerichts. Skipper hat Küchenhoheit abgegeben…
Seglerisch passierte ebenfalls einiges. Nachdem der Wetterbericht unsere Erwartungen ziemlich runterschraubte, hat sich das himmlische Kind von Wind eines Besseren besonnen und uns schöne Momente beschert. Pünktlich mit der Dämmerung im sicheren Hafen.

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Alles schläft, wir gehen am besten auch zu Bett

Haben die quirlige Sicherheit des Hafens aufgegeben und uns von Downwindbrise hinwegführen lassen.
Abseits der Zivilisation Schutzposition in Bucht bezogen. Alle Bordsysteme arbeiten normal. Der Grill wird heute im Zentrum unserer Dinnerzeremonie stehen.

Antares in Klein-Venedig! Gar liebevoll gestalten die Inseliberer ihre Marinas. Der heutige Reiseendpunkt versetzt uns gefühlt in die Perle der Adria.

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Wunderschön, sogar nachts

Allerdings mit allgegenwärtigen Vulkanen, wenn auch manchmal künstlich.
Die heutige Südumfahrung wurde durch Einsatz des Leichtwindtuchs wesentlich beschleunigt. Zudem schafften wir uns dergestalt einen lästigen Verfolger vom Halse.
Wie immer Abendschmaus im kerzenerleuchteten Cockpit heut mit durchgängig spanischen Leckerbissen. Einer davon waren runzelige Erdäpfel in original atlantischem Salzwasser versunken.

Trotz allem gelang es uns, nach rundum gelungenem Segeltag sicher im Hafen zu vertäuen.
Mannschaft schmeißt sich in Galauniform zur Abschiedsspeyse.
Schiff bekam zur Feier des Tages einen Schoppen Diesel extra. Auf Wiedersehen Antares!

Rund Lanzarote

Die Reise begann mit einem kurzen Boxenstop, um die komplett verkorrodierten Opferanoden auszutauschen. Bei der Gelegenheit wurde gleich noch alles Weitere am Schiffsleib überprüft.

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Die Antares auf dem Trockenen

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Mit dem Propeller ist alles in Ordnung und auch sonst geht es der Antares blendend

Nun gleitet die Antares mit neuem Skipper und Crew wieder spektakulären Zielen entgegen. Unser Reiseziel: einmal rund Lanzarote.
Zum heutigen Sonnentage haben wir den Eisenhaken vor einem idyllischen Eilande ausgeworfen. Froschmannalarm auf der Antares!

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Schwimmflossen an und ab ins kühle Nass

Nach anfänglicher Zurückhaltung glitten auch die Zweifler in der Mannschaft schließlich ins Türkise.
Seglerisch war auch alles vom Feinsten. Unsere feurige Lady liegt jetzt angeleint in einem lieblichen Fischerorte.

Weiter gehts im Uhrzeigersinn in Richtung Norden von Lanzarote. Nachmittags Ankunft auf der graziösesten aller Inseln! Nachdem der gestrige Tag anfangs im Zeichen der ortstypischen Sangriazubereitung stand, machten wir uns auf den Weg zur sagenumwobenen Ankerbucht von La Graciosa. Die uns nicht enttäuschte.

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Badebucht auf La Graciosa mit wunderschönem Sandstrand

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Und gleicht in der Nähe, die Küste von Lanzarote

Anderntags Einzug in den örtlichen Puerto. Der kann sich auch sehen lassen. Festmachen vor spektakulärer Felsenkulisse. Vor uns türmen sich nur so die inzwischen erkalteten Magma-Massen.

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Wir liegen im Hafen, zwischen kleinen Fischerbooten und Fähren zur Überfahrt nach Lanzarote

Einem ausgedehnten Landgang konnten wir schwerlich widerstehen.
Morgen machen wir die Umrundung Lanzarotes komplett. Auf dass uns die Winde gewogen seien!

Letzter Tag der Reise, wir sind glücklich in Puerto Calero eingelaufen.
Wir passierten die urbane Vorderseyte Lanzarotes. Ganz anders als die von Lava und Asche heimgesuchte Rückseite, die ihren eigenen Charme aufweist. Der launische Wind trieb uns dann doch recht flott voran. Was auf Kosten der Tageslichtankunft ging.

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Es ist nur noch leicht der Sonnenuntergan zu erkennen

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Danach wird es sehr schnell dunkel

Erlebnisreiche Tage gehen zu Ende. Ausklang an mildtemperierter Wasserfront.

Atlantiküberquerung nach Lanzarote

Auf die Antares wartet eine anstrengende überfahrt nach Lanzarote. Doch noch liegen wir vor Lagos vor Anker, genießen das schöne Wetter und warten auf Wind!

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Abschied von der Algarve

Ab morgen sagt der Wetterbericht nördliche Winde um 20 Knoten voraus. Geplante Abfahrt – morgen gegen 10.00 Uhr Ortszeit!

Nach einer grandiosen Überfahrt mit Sonnenschein, Sternenhimmel und gutem Wind aus NE haben wir die erste Etappe nach Lanzarote geschafft und sind in Porto Santo. Nur 65 Stunden für 463 sm, davon über 180 sm unter Spi.

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Noch kein Land in Sicht, doch wir kommen gut voran

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Unser blauer Spi, mit Wind gefüllt, bringt uns schnell dem Ziel entgegen

Gar nicht schlecht für unsere alte Dame.

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Wind von hinten, volle Kraft voraus

Nach einem weiteren kleinen Stück liegen wir in Funchal. Mensch und Boot tanken Kraft für den letzten großen Schlag nach Lanzarote.

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Unsere Antares im Hafen von Funchal

Anderthalb Stunden später sind wir am Ziel. Wir liegen im Hafen Puero Calero im Süden von Lanzarote und warten auf die nächste Crew.

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Die Ankunft nach der langen Überfahrt

Segelreise Algarve

Unsere Lady rast wieder durch die unendlichen Weiten der Ozeane auf dem Weg zur Algarve.
Diesmal haben wir uns den Atlantik vorgenommen. Das Trio von Welle, Wind und Strom war uns mal wieder wohlgesonnen. Über Sonne brauch ich gar nicht reden. So beschleunigte unser Schiff ganz ordentlich und trug uns aus dem Vater aller Flüsse, dem Tejo, hinaus aufs Meer.
Landfall zur Meeresfruchteinverleibung im Städtchen mit dem verführerischen Namen Sesimbra.

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Sesimbra

Wieder im Hafen, Leinen fest auf 37°57′ N und 008°52′ W.

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In seiner Geburtsstadt

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Klein, aber fein

Und dann ist es endlich so weit:
Die Antares umschifft das Kap des Heiligen Vinzenz, die Südwestecke Europas.

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Kap des Heiligen Vinzenz

Das langersehnte Reich der Südportugiesen breitet sich vor uns aus. Die Algarve.
Wir beziehen vorerst Warteposition in ruhiger Bucht und machen am Meeresboden fest. Dann hält es die Mannschaft nicht mehr aus und stürzt sich abkühlungshalber in die hier grünen Fluten.

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Gleich wird geankert

Delphine und Tölpel waren zeitweise unsere geschätzten Wegbegleiter.
Nun der unter Fahrtenseglern so geschätzte Ankerbuchtabendausklangsgenuss.

 

Und weiter gehts. Mit schaumiger Bugwelle trägt es uns nach Lagos.

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Uferpromenade von Lagos

Das Städtchen ist sehr charmant, mit seinen mittelalterlichen Gassen, maurischen Stadtmauern und den so markanten eingefelsten Badebuchten.

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Badebucht

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Verbunden mit der Nächsten

Am Strand gesichtet wurde auch eine Schildkröte.

Nach südländischer Manier nach Mittag in Fahrt gekommen.
Bei erster sich bietender Gelegenheit Badeleiter abgelassen und geankert.

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Baden

In den Abend hineingefahren entlang einer Küste voller sog. James-Bond-Felsen.

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Die Küste der Algarve

Nun verdienter Abschluss nach Nachtansteuerung in einem Felsennest von Hafen.

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Der Hafen, sogar mit Festung

Und der Zielhafen ist erreicht. Wir sind in Faro.

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Der Hafen

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Noch ein letztes Mal an den Strand

Zum Schluss noch in den Hafen von Vilamoura. Der neue Skipper ist schon da und begrüßt die tapferen Seeleute … Am Sonntag geht’s mit neuer Crew in Richtung Madeira.

Brest, Biskaya, Lissabon

Los gehts in Brest. Mit voller Kraft voraus in Richtung Süden. Quer durch die Biskaya.

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Perfekter Segelwind

Schweres Wetter angesagt.
Letzte Meldung per Satelitentelefon um 18.00 Uhr: „25-35 Knoten Wind aus NW, 6.5-7.5 Knoten Speed, Besegelung: kleine Genua ohne Großsegel, Crew noch wohlauf.“

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Wettervorhersage für die Biskaya

Doch die Antarescrew lässt sich nicht unterkriegen. Die Biskaya ist überstanden und La Coruña ist schon fast in Sicht.

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Die letzten Meilen nach Spanien

SY Antares nun nahe des berüchtigten Kap Finisterre. Im Schutzkreis der Küstenbefestigungen. Wind und Wasser fair. Temperaturen dem Naturell der Mannschaft gemäß, jedoch nicht dem der Jahreszeit und der Spanier. Sprich: frisch.
Es geht weiter gen Süden, da soll es ein Bilderbuchdorf von Fischern geben, wo wir ein Stelldichein mit der Antares arrangieren wollen.
Wo wir sind, ist vorn!

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Sonnenuntergang, wunderschön

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Der Blick auf den Hafen

Weiter gehts. Die Antares pflügt wieder mit Maximalenergie durch die Ozeane.
Tagesziel auf unserem Weg ist heute das Kleinod von Fischerdorf namens Combarro.
Dessen Besonderheit sind gestelzte Familiengrüfte vor der eigenen Behausung. Nach spannungsgeladener Nachtansteuerung verkauen wir dort die Brotzeit. Wohl eher ein Mitternachtsbuffet. Olé!

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Familiengrüfte in Combarro

Ankunft im gelobten Land. Tief in portugiesisches Territorium vorgedrungen. Dem Land, wo Portwein und Pasteles fließen.
Ein weiterer Höhepunkt an diesem Tag war ein Badestop in einer vorzüglichen Ankerbucht.

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Erstes Mal baden in Portugal

Dort auch Bäuche vollgeschlagen. Mit allen Schikanen.
Tagesausklang mit allem, was portugiesische Küche zu bieten hat. Dazu tröpfelt lieblichste Fadomelodie in unsere Ohren.
Madeirawein ist so wie das Blut der Erde, schenk noch mal ein…!

Unser stolzes Schiff im Banne der Metropole der Nordportugiesen. Sowie der spektakulären Brücken.

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Der Eingang in eine uralte Kolonialreich

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Der Charme der Hafenstadt nimmt uns gefangen.

Bis zum Mitternachtsableger ist noch etwas Zeit, welche sich die Mannschaft mit den einschlägigen Angeboten eines Hafenviertels vertreibt.
Vollmatrose ohé!

Unaufhaltsam geht es weiter auf dem maritimen Pfad nach Süden. Traumhafte Fischerdörfer entrollen sich vor uns wie von einer Perlenkette. Hin und wieder wählen wir eine solche Perle aus, wie Nazaré.

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Nazaré bei Nacht

Mit einem Speiseopfer bitten wir um günstige Winde.

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Lecker!

Mission erfolgreich ausgeführt: Antares nach Durchqueren des Brückenwunders fest in Lissabon.

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Die Brücke von Lissabon

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Fast, wie in Los Angeles

Mannschaft vollzählig zum Abschlussappell angetreten. Ohne Blessuren, voller Erlebnisse, einige blaue Flecke nicht ausgeschlossen. Der Tribut an den Atlantik halt.
Nach zu viel biskayischem Wind und den Flauten der letzten Tage heut mal wieder alles ausbalanciert und schönes Segeln den mächtigen Tejo hinauf, dessen Gegenstrom wir spielend überspielten.
Sonntag wird ein neues Kapitel im Logbuch der Antares aufgeschlagen.
Hooray and up she rises!